Zu Gast beim VLN-Kartevent

Das Kartevent der VLN-Fanpage.de hat sich als fester Saisonabschluss in der VLN-Szene etabliert: Bereits zum neunten Mal fand am 5. November die beliebte Veranstaltung statt, in diesem Jahr erstmals auf der Kartbahn im belgischen Eupen. Insgesamt 30 Profis, darunter unter anderem Daniel Keilwitz, Alexander Mies oder Nico Bastian, sowie 90 Fans waren im Karting Center im belgischen Eupen am Start - so viele wie noch nie! Auch für mich ist das Kartevent keine Unbekannte: Im Vorjahr konnte ich bereits außer Konkurrenz teilnehmen, nun durfte ich als regulärer Teilnehmer an den Start gehen. Gemeinsam mit GT-Profi Philipp Frommenwiler und zwei weiteren Fans wollten wir um Siege mitkämpfen, aber vor allem sehr viel Spaß haben. Zwei Rennen über jeweils zwei Stunden standen an diesem Tag auf dem Programm.

Doch das erste Rennen lief für uns leider nicht wie gewünscht. Obwohl unser Kart ein deutliches Defizit gegenüber der Konkurrenz hatte, konnten wir im Qualifying die neunte Position erreichen. Im Verlauf des zweistündigen Rennens fielen wir jedoch Stück für Stück zurück. Als ich von einem Kontrahenten unsanft abgeschossen wurde und an der Begrenzung festhing, verloren wir knapp 30 Sekunden. Beim pflichtmäßigen Wechsel des Karts verpassten wir die Chance eines Fahrerwechsels und absolvierten somit einen Stopp mehr als die Konkurrenz: Zeitverlust weitere 50 Sekunden. Kein Wunder, dass wir schlussendlich lediglich auf Platz 28 von 30 Teams landeten. Aber der Ehrgeiz hatte uns gepackt...

 

Für das zweite Rennen wollten wir noch einmal alles geben, obwohl wir in der Gesamtwertung nun keine Chance mehr hatten. Seit dem Kartwechsel im ersten Rennen hatten wir immerhin deutlich besseres Material zur Verfügung, was uns den sechsten Startplatz für den zweiten Lauf einbrachte. Einer der Fans absolvierte den Start und zeigte zu Beginn des Rennens ein gute Leistung. Bedingt durch die Boxenstopps wurden wir zeitweise sogar auf die zweite Position nach vorne gespült. Aus den Fehlern des ersten Rennens hatten wir gelernt und führten Kart- und Fahrerwechsel nun gemeinsam in einem Stopp durch. Bis auf kleinere Rangeleien blieben wir zudem fehlerlos und landeten schließlich auf der achten Position.

 

In der Gesamtwertung lagen wir damit zwar nur im Mittelfeld, insgesamt hatten wir jedoch einen schönen und lustigen Tag - und darauf kommt es schließlich an. Dass einige Fahrer im Rennen meinten, sie könnten die Weltmeisterschaft gewinnen, sollte einen nicht davon abhalten, auch im kommenden Jahr wieder dabei zu sein. Ein riesiges Dankeschön an das gesamte Team der VLN-Fanpage.de! Was ihr Jahr für Jahr auf die Beine stellt, ist der Wahnsinn. See you 2017!

Fotos: Kevin Pecks (ChequeredFlag.de), Björn Schüller, Philipp Frommenwiler