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Ratgeber: Der richtige Luftdruck im Reifen

Der richtige Reifenluftdruck an Deinem Auto ist wichtig. Sehr wichtig. Er kann sogar Dein Leben retten. Denn ein falscher Druck führt zu Reifenschäden und Unfällen. Und der korrekte Luftdruck spart sogar Geld: Du bist nicht nur sparsamer unterwegs, auch der Reifenverschleiß kann deutlich reduziert werden.

Wie oft prüfst Du den Reifenluftdruck an Deinem Auto? Die meisten Autofahrer schauen alle sechs Monate danach, wenn die Reifen gewechselt werden. Das ist praktisch, aber auch sehr gefährlich! Die Empfehlung daher: Alle zwei Wochen solltest Du den Luftdruck kontrollieren!

Jetzt fragst Du dich zurecht: Welchen Luftdruck braucht mein Auto? Das ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Die passenden Angaben dazu, findest Du irgendwo an Deinem Auto. Manchmal hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung oder das Handschuhfach. In der Regel stehen die richtigen Luftdrücke allerdings in der Fahrertür (B-Säule) oder im Tankdeckel. Ansonsten kannst Du im Internet schauen oder Deine Fachwerkstatt fragen.

Mein Tipp: Der angegebene Luftdruck an Deinem Auto beschreibt den Minimalwert. Wenn du 0,2 bar mehr in den Reifen gibst, wirst du keinen Unterschied beim Komfort spüren und auch die Sicherheit wird nicht leiden. Allerdings kannst du damit den Kraftstoffverbrauch senken.

Du kannst den Luftdruck an gut ausgestatteten Tankstellen prüfen. Hier stehen Kompressoren zur Verfügung, mit denen Du den Druck in den Reifen anpassen kannst. Leider sind die Geräte oftmals auch beschädigt. Dann solltest Du weitersuchen.

Denke beim Prüfen des Luftdrucks daran, dass sich Luft bei Wärme ausdehnt. Wenn Dein Auto längere Zeit in der Sonne stand oder eine weite Strecke gefahren ist, solltest Du den Reifen erst wieder abkühlen lassen. Die ideale Außentemperatur beträgt 20 Grad.

Bei den vorgegebenen Werten an Deinem Auto stehen oftmals unterschiedliche Angaben. Das hängt mit der Beladung zusammen: Wenn Du in den Urlaub fährst und Dein Auto schwer beladen ist, benötigst Du mehr Luft im Reifen. Je nach Fahrzeug musst du bis zu 1 bar mehr einfüllen.

Reifenkontrollsystem: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Seit November 2014 ist in der EU das Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) vorgeschrieben. Alle Neuwagen müssen demnach mit einem System ausgestattet sein, das den Fahrer rechtzeitig über einen Druckverlust im Reifen informiert. Diese Systeme sind nützlich und hilfreich. Dennoch solltest Du regelmäßig überprüfen, ob der angezeigte Reifendruck auch tatsächlich der Realität entspricht. Ganz nach dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Du wirst vermutlich keinen Unterschied merken, wenn Du den Luftdruck Deiner Reifen änderst. Dennoch spielt es eine wichtige Rolle, ob Dein Auto mit dem richtigen Reifenluftdruck unterwegs ist - oder eben nicht. Im schlimmsten Fall gehst Du ein hohes Sicherheitsrisiko ein. Denn ein Reifenschaden auf der Autobahn kann böse Folgen haben.